Tourbericht Rumänien

Was für eine Reise!

Nachdem sich die letzten Stunden im Sprinter auf schnurgerader Strecke durch immer unwirklicher erscheinende Landschaften im diesig nebligen Morgengrauen dem Ende neigten, eröffnete sich der Blick auf die immer noch mit Schnee bedeckten Karpaten. 

Lange hatten wir von dieser Reise und diesem Anblick geträumt. Aber wie weit würden wir dort oben kommen?

Ohne Reifenpanne, keine Tour!

In zwei Gruppen zu je sechs Pfadfindern ging es los. Während sich die eine Gruppe, mit allem an Proviant, was sie für 6 Tage brauchten, auf den Berg machte, besuchten die anderen zunächst neue Pfadfinderfreunde in der schönen Stadt Sibiu (Hermannstadt).

Die erste Gruppe, autark, wie sie war, bekam nach dem ersten Tag, an dem es durch Dörfer hinauf zu den ersten Wiesengipfeln ging, tatsächlich auch keine Menschen mehr zu Gesicht. Immer karger werdendes Gelände mit immer dichteren Schneefeldern drängte sich ihnen in den Weg. Abenteuerlich meisterten sie all diese Hindernisse, scheuten auch Gewitternächte in ihren kleinen Zelten nicht, badeten in Eis bedeckten Seen und erholten sich bei Rutschpartien im Schnee auf rund 2200m Höhe, bevor es wieder bergab ging.

Im Anschluss gab es für sie noch eine Tour über weite Wiesen und durch tiefe Schluchten. Nicht zu vergessen die eindrucksvollen Höhlen auf dem Weg, die vielen Flüsse, die überquert werden mussten, sowie ein Kennenlernen mit den Einheimischen und deren überbordender Gastfreundschaft.

Das Ziel der zweiten Gruppe war zunächst der höchste Gipfel im Făgăraș Gebirge. Vorbei an von der Schneeschmelze zu reißenden Fluten mutierten Bergbächen, in denen sich angespültes Schwemmholz türmte. Immer wieder das Gewässer auf wackeligen Brücken mit schwerem Rucksack querend, ging es teils steil über rutschige Felsen hinauf zu Schutzhütten und der ersten leichten Enttäuschung der Tour. Die Schneedecke war definitiv zu dick, um den Gipfel zu erklimmen. Der Anblick der Landschaft und die gemeinsame Erfahrung am Berg ließen sie jedoch den Versuch keineswegs bereuen.

Auch die nächsten Tage waren davon bestimmt, neue Anläufe zu starten und oftmals jäh dem Ziel verwehrt zu bleiben. Einmal stellte sich gar ein Bär in den Weg der Gruppe! Im Morgengrauen, in dieser mystischen Landschaft, nach einem nächtlichen Roadtrip, den Aufstieg zu wagen, war jedoch eine Erfahrung, den viele von ihnen lange in Erinnerung und wohlwollend im Herzen behalten dürften.

Die zweite Woche der Reise war geprägt vom Spielplatzbau. Zusammen mit dem KuKuk Kultur e.V. wurde an einer ländlichen rumänischen Schule ein phänomenaler Robinienholz Spielplatz aus dem Nichts erbaut.

Mit den unterschiedlichen angelieferten Hölzern wurden Pläne geschmiedet, welche spannenden Einbauten man selbst bauen könnte und die passenden Stellen auf dem Gelände dafür gewählt. 5 Tage Messen, Markieren, Graben, Stampfen, Beton mischen, Sägen, Schleifen, Bohren, Schrauben, Schleifen, Rätschen, Schleifen, Malen, Schleifen und Schleifen. Dann war er komplett. Muntele Prieteniei; zu deutsch: Der Freundschaftsberg! Das Herzstück unseres Spielplatzes mit Rutsche, Feuerwehrstange, Netz und Schwungseil, von dem aus sich ein Parcours über den gesamten Spielplatz erschließt. Eine hohe Doppelschaukel, Wippe, Wackel- und Zitterbalken, ein süßes Spielhäuschen mit traditioneller Dachdeckung und eine großzügige Sitzgelegenheit aus Podesten prägen nun die einst karge Wiese und bescheren den zukünftigen Schüler und Besucher von Intregalde einen herrlichen Spaß!

Eine unvergessliche, unheimlich facettenreiche Erfahrung liegt da hinter uns Teilnehmenden und Leitern, für die man sich bei allen von ganzem Herzen nur bedanken kann.

Bilder und Stories gibt es bei uns auf der Homepage und auf unserem Instagram-Account!

Für weitere Infos, Fotos oder Videos checkt unser Instagram und den von KuKuk Kultur!

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